Vorsorgemappe Schwarzwald-Baar-Kreis

Die Vorsorgemappe Vorsorgevollmacht Betreuungsverfügung Patientenverfügung Testament Bestattungsverfügung Kreisseniorenrat Schwarzwald-Baar e.V.

Steuerberater · Rechtsanwälte · Wirtschaftsprüfer Topfit beraten! Kompetent. Souverän. Kreativ. Die Berater. 78054 VS-Schwenningen Villinger Straße 18 Telefon 07720/9977-0 Telefax 07720/9977-550 E-mail: info@LLP-Kanzlei.de Internet: www.LLP-Kanzlei.de www.pws-wp.de 78050 VS-Villingen Klosterring 6 Telefon 07721/9179-0 Telefax 07721/9179-20 78554 Aldingen Heerstraße 28 Telefon 07424/95822-60 Telefax 07424/95822-80 HEINRICH LACHENMAIER Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht MARIO BORN Dipl.-Volkswirt Wirtschaftsprüfer Steuerberater ULRICH LERNER Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht (DAA) Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.) THOMAS MAIER Rechtsanwalt Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Erbrecht MICHAEL LACHENMAIER Steuerberater MARK STÖHR Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht Fachanwalt für Sozialrecht MICHAEL KRATT Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht MANUELA LACHENMAIER Dipl.-Betriebswirtin (BA) Wirtschaftsprüferin Steuerberaterin MANFRED HANISCH Dipl.-Kaufmann Steuerberater Lerner Lachenmaier & Partner Partnerschaftsgesellschaft mbB

3 Inhalt Alle Formulare direkt zum ausfüllen in dieser Mappe. Vorwort............................................................................5 Verzeichnis der Inserenten.................................... 6/7 Der Vorsitzende des KSR – Portrait...........................6 Pflegestützpunkt Schwarzwald-Baar-Kreis........ 15 Wichtige Rufnummern.............................................U5 Allgemeine Informationen Rechtzeitig Vorsorge treffen......................................8 Die Vorsorgevollmacht............................................. 10 Die Betreuungsverfügung....................................... 14 Die Patientenverfügung........................................... 16 Rechtliche Betreuung – was ist das?. ................... 20 Erbrecht und Testament........................................... 24 Vorsorge für den Todesfall...................................... 28 Bestattungsvorsorgevertrag................................... 30 Grabpflege/Dauergrabpflege............................... 30 Schwarzwald-Baar-Klinikum – Altersmedizin.... 58 Adressen Die Betreuungsbehörde........................................... 22 Betreuungsgerichte................................................... 22 Betreuungsvereine..................................................... 23 Formulare Vorsorgevollmacht.................................................... 33 Betreuungsverfügung............................................... 37 Patientenverfügung.................................................. 39 Patientenverfügung (Ergänzung COVID-19)..... 47 Bestattungsverfügung.............................................. 49 Checkliste Todesfall................................................... 53 Persönliche Daten...................................................... 54 (U = Umschlagseite) Impressum Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat Schwarzwald-Baar e.V. Herausgeber & Verlag: Verlag & Marketing Fred Müller e.K. Rieslingstr. 6 75031 Eppingen Tel. 07138 6903097 info@vundm.com ©2020 Verlag & Marketing Pflegestützpunkt Schwarzwald-Baar-Kreis Es gibt viele Gründe, die Ihr Leben und das der Angehörigen verändern können: ein Schlaganfall, ein Unfall, eine schwere Erkrankung, fortschreitende Hilfebedürftigkeit und vieles mehr. Wenn Pflegebedürftige, von Pflegebedürftigkeit bedrohte Personen oder ihre Angehörigen Auskunft und Beratung zu den Themen Pflege und Versorgung benötigen, so sind die Pflegestützpunkte Schwarzwald-Baar-Kreis die zentralen Anlaufstellen. Hier erhalten Interessierte, Betroffene und Angehörige kostenlos und neutral Informationen rund um die Themen Pflege und Versorgung sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten. Neben Informationen rund um gesetzliche und pflegerische Leistungen werden auch Auskünfte über regionale Betreuungsangebote und Hilfestellung bei der Inanspruchnahme der Leistungen angeboten. Ziel ist es, den anfragenden Personen dabei zu helfen, sich im „Pflege-Dschungel“ zurecht zu finden. Kostenlos und neutral für unsere Bürger: Pflegestützpunkt Nord Simone Moosmann, Diana Grießhaber, Viola Schumpp Tel. 07721 913-7456 Am Hoptbühl 2, Raum 228 78048 Villingen-Schwenningen pflegestuetzpunkt@lrasbk.de Pflegestützpunkt Süd Johanna Wetzel, Maren Koffler, Maria Adoniu Tel. 07721 913-5456 Humboldtstr. 11, Raum 111 78166 Donaueschingen pflegestuetzpunkt@lrasbk.de Simone Moosmann Diana Grießhaber Viola Schumpp Viola Schumpp Johanna Wetzel Maren Koffler Maria Adoniu Kostenlose Beratung Wohnen i A ter Mit Musterwohnung Be atungsstelle Alter & Technik Schwarzwald-Baar-Kreis Katja Porsch, Ma uela Ginter, Viola Schumpp Tel. 07721 913-7074 m.ginter@lrasbk.de Katja Porsch Manuela Ginter Tipps zuWohnumbau, Hilfsmitteln, altersgerechter Technik und deren Finanzierung.

4 BESUCHEN SIE UNS IM FOHRENHOF IN UNTERKIRNACH. Schlemmen Sie auf unserer Terrasse oder in unserem Restaurant, feiern Sie bei uns Ihre Familienfeier oder testen Sie den Cateringservice. Dadurch tun Sie „nicht nur“ sich selbst etwas Gutes – Sie unterstützen gleichzeitig die Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt! Genießen Sie Schwarzwälder Gastlichkeit. Mit Herz. STATIONÄRE PFLEGE · KURZZEITPFLEGE TAGESPFLEGE Mauthestr. 7 – 9 78054 Villingen-Schwenningen Telefon: (07720) 308-0 www.buergerheim.de

5 Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, für Notfälle vorzusorgen ist in jedem, nicht nur in fortgeschrittenem Alter, vernünftig. Weil man sich aber nur ungern mit diesem Thema auseinandersetzt, vernachlässigt man es allzu oft. Wie froh aber ist man, wenn eine Notsituation, etwa durch einen Unfall oder eine plötzliche Erkrankung, eintritt und man weiß, dass alles gut geregelt ist. Damit Familienangehörige oder andere Vertraute sich in den Papieren zurechtfinden können und in der Lage sind, Notwendiges zu organisieren, wennman selbst vorübergehend oder gar dauerhaft dazu nicht imstande ist. Diese Vorsorgemappe hilft Ihnen, die wesentlichen Informationen zusammenzustellen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist jedoch eine nützliche Orientierungshilfe beimOrdnen Ihrer persönlichen Angelegenheiten. Das schafft Klarheit für Sie selbst und gibt Ihnen das gute Gefühl, dass für den Fall der Fälle alle wichtigen Daten, Dokumente und Angaben zentral an einem Ort zu finden sind. So erhalten Angehörige und Vertraute im Ernstfall einen ersten Überblick und können in Ihrem Sinne handeln. Alle notwendigen Formulare für die persönliche Vorsorge können Sie direkt ausfüllen (ab Seite 33) oder auch als Kopiervorlage nutzen. Auf den Umschlagseiten 4 und 5 finden Sie einen Notfallausweis sowie einen Organspendeausweis. Sie können diese ausschneiden, ausfüllen und zum Beispiel in Ihrer Geldbörse aufbewahren. Selbstverständlich sollten nur Ihnen nahestehende Personen Zugang zu diesen Informationen haben. Bedenken Sie bitte ebenfalls, dass ein Teil Ihrer Daten ggf. nach einiger Zeit aktualisiert werden muss. Ich freue mich, wenn wir Ihnen mit dieser Mappe helfen können. Bernhard Heidt Vorsitzender Kreisseniorenrat

6 Kreisseniorenrat Lesen ist eine meiner schönsten Beschäftigungen. Und – ganz wichtig: Richtiges Lesen ist Vorsorge – den „Nichtlesenden“bleibt die Nachsorge! Vor allem muss man das, was man liest, auch verstehen und begreifen lernen. In Zeiten, in denen Krankheiten das Leben begleiten, ist Lesen totale Ablenkung – vor allemauch imKrankenhaus. Dieses musste ich leider in den letzten Monaten wieder feststellen. Aber Lesen kann auch Mut, Kraft und neue Zuversicht geben. Fast fünf Jahre lang habe ich den Kreis „Philosophie im Gespräch“hier imRaumVillingen-Schwenningen geleitet und daraus viele Erfahrungen gesammelt und Erkenntnisse gewonnen. Alles aufzuzählenwürde bei weitemhier den Rahmen sprengen. Aber gerade die Gesprächsabende zum Thema „Tod“ und „Sterben“ brachten mich nahe an die Aufgaben im Kreisseniorenrat heran und halfen sehr, über diese Vorgänge nachzudenken. Zumindest diese Erkenntnis möchte ich weitergeben, dass auch Philosophen die Welt nicht erfunden haben können – und ihnen das Ende auch noch nicht ganz zur Verfügung steht. Zudemkonnte ichmich in zwölf Jahren Vorstandstätigkeit in der „Ambulanten Hospizarbeit“ hier auch sehr damit auseinandersetzen, was „das Ende des Lebens“bedeuten kann – und so auch die Arbeit des Pflegestützpunkts im Landratsamt hier und dessen gesamte soziale Tätigkeit insgesamt würdigen – umdie Zeit „davor“herauszuheben und denMenschen eine gute Unterstützung ihrer Alterssituationen anzubieten. Dafür vom Kreisseniorenrat ein großes Danke an unseren Landkreis! Als Vorstand des „Fördervereins der Südstadtschule“und Beiratsmitglied im „St.-Konrad-Kindergarten“ bleibe ich auch gerne im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen. Gemäß dem Leitbild „gemeinsam stark“ engagieren sich diese auch für die Belange älterer Personen – und bilden somit auch eine Personenbrücke zwischen „dem Alter“ und „der Jugend“, die wir auch nicht aus dem Blick verlieren sollten. Beide zueinander zu bringen ist eine der Hauptaufgaben unserer Zeit. Lisa Eckhart meinte kürzlich, dass, „wenn aus mir nichts wird, dann hätte die Großmutter umsonst gelebt“ – also wird es eine wichtige Zukunftsaufgabe werden, unsere Enkelkinder darauf vorzubereiten, was Generationen untereinander verbindet – oder auch nicht. Auch die Kontakte in unseremSchwarzwald-Baar-Kreis und mit anderen Kreisen trägt unsereArbeit imKreisseniorenrat – Erinnerungen aus der persönlichen Partnerschaft mit einer Partnerfamilie in der Stadt Zittau aus dem Jahr 1990 sind hilfreich – Eindrücke von damals helfen doch sehr, die Lage anderer verstehen zu lernen und Hilfemöglichkeiten sinnvoll einzuschätzen. Glücklicherweise bleiben uns diese damals materiellen Sorgen doch eher erspart. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – gerade in Zeiten, wo wir auf das Verständnis anderer in der Corona-Zeit angewiesen sind – von Herzen alles Gute – schließend mit einemZitat von Hermann Hesse: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“Fazit: Trauenwir uns auch das Unmögliche einmal zu? Oder – wie bewältigenwir gemeinsamdas Mögliche? Ihr Bernhard Heidt Vorsitzender Kreisseniorenrat Schwarzwald-Baar-Kreis Der Vorsitzende des Kreisseniorenrates Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. – ein Kurzportrait

7 Inserentenverzeichnis Die Inserenten in dieser Vorsorgemappe Liebe Leserinnen und Leser, die hier aufgeführten Inserenten haben maßgeblich zum Erscheinen dieser umfassenden Vorsorgemappe beigetragen. Bitte berücksichtigen Sie bei Ihren Dispositionen die beteiligten Firmen, Dienstleister und Einrichtungen. Der Kreisseniorenrat Schwarzwald-Baar e.V. und der Verlag bedanken sich bei allen, die mit Ihrer Anzeigenschaltung die Herausgabe dieser Vorsorgemappe unterstützt haben. Bandle- Bestattungs-Institut Villingen GmbH 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 31 Bartholme · Schilling Kaiser & Partner – Rechtsanwälte 78054 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 25 Hausärztliche Praxis Dr. med. Eckhard Britsch 78054 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 17 Bürgerheim Villingen-Schwenningen e.V. 78054 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 4 Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Umschlagseite 6 (Rückseite) Die Engel – Intensiv ambulanter Pflegedienst 78073 Bad Dürrheim Siehe Seite 9 Evangelische Altenhilfe St. Georgen gGmbH 78112 St. Georgen Siehe Seite 17 Fachdienste Netzwerker gGmbH 78658 Zimmern o.R. Siehe Seite 23 Restaurant Fohrenhof 78089 Unterkirnach Siehe Seite 4 Haller Bestattungen und Trauerberatung 78054 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 31 Hornstein & Werner Immobilien GmbH 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 13 Hospizbewegung ambulant Schwarzwald-Baar e.V. 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 13 Angela Kohnen Zertifizierte Abschiedsrednerin 78098 Triberg Siehe Seite 29 K&P Bestattungsservice e.K. Inh. Reinhard Kohnen 78098 Triberg Siehe Seite 29 Lerner Lachenmaier & Partner Partnerschaftsgesellschaft mbB 78054 Villingen-Schwenningen Siehe Umschlagseite 2 Malteser Hilfsdienst e.V./gGmbH Schwarzwald-Baar-Heuberg 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 21 RUBY – Die Kanzlei für Erbrecht 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 25 Pflegedienst Schneiderhan Beate Rodgers 78112 St. Georgen Siehe Seite 13 Schrade & Partner Rechtsanwälte PartmbB 78052 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 27 Schwarzwald-Baar-Klinikum EndoProthetikZentrum 78166 Donaueschingen Siehe Seite 15 Die Bestatterin – Cordula Schwarzwälder 78126 Königsfeld Siehe Seite 29 Friedhofsgärtnerei Sedelmayr Frank Sedelmayr 78048 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 31 Sozialdienst kath. Frauen (SkF) Ortsverein Villingen 78050 Villingen-Schwenningen Siehe Seite 23 Sozialstation St. Martin Raumschaft Triberg e.V. 78098 Triberg Siehe Seite 17

8 Rechtzeitig vorsorgen Die meisten Menschen schieben das Thema Vorsorge auf die lange Bank. Wer aktiv im Leben steht, der denkt nicht gerne darüber nach, dass er einmal seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann und auf Hilfe angewiesen ist. Dabei kann jeder in eine Situation kommen, in der ein eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist. Deshalb sollte man frühzeitig daran denken, Vorsorge für „den Fall der Fälle“ zu treffen. Vorsorgevollmacht, Betreuungverfügung und Patientenverfügung Der Bereich Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung ist von zunehmender Bedeutung. Die Begriffe werden hierbei jedoch nicht streng auseinander gehalten, sodass häufig Verwirrung besteht. Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung betreffen einen gemeinsamen Bereich. Es kann eine Lebenssituation eintreten, in der ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Handeln nicht mehr möglich ist. Zumeist besteht diese Gefahr imAlter. Durch einen Unfall oder schwere Krankheit kann es jedoch auch jederzeit jüngere Personen treffen. Besteht in diesen Fällen die Annahme, dass der betroffene Mensch nicht mehr handlungsfähig ist bzw. nicht in der Lage ist, notwendige Dinge in erforderlicherWeise zu verstehen, sieht das Gesetz die gerichtliche Betreuung und die Bestellung einer gerichtlichen Betreuungsperson vor. Dabei ist das Gericht nicht an die Vorschläge der Angehörigen der zu betreuenden Person gebunden. Es ist daher möglich, dass eine fremde Person als Betreuungsperson bestellt wird. Das Gesetz sieht jedoch eineMöglichkeit vor, dies zu verhindern. Nach dem Gesetz wird eine Betreuung nicht eingerichtet, wenn keine Notwendigkeit dafür besteht. Dies ist gegeben, wenn die zu betreuende Person für den Fall einer Betreuungsbedürftigkeit vorgesorgt hat. Diese Vorsorge besteht in der Errichtung einer Vorsorgevollmacht. Die Vorsorgevollmacht Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie als Vollmachtgeber, eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die für Sie handeln und entscheiden, falls Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Als Bevollmächtigte kommen vor allen Dingen nahe Angehörige (Ehegatten oder Lebenspartner, Kinder) in Betracht. Es können aber auch Außenstehende, wie z.B. Freunde oder Bekannte bevollmächtigt werden. Zu bedenken ist aber, dass eine Vorsorgevollmacht ein besonderes Vertrauensverhältnis voraussetzt, da die bevollmächtigte Person weitreichende Befugnisse hat und keiner gerichtlichen Kontrolle unterliegt. ZumSchutz vor willkürlichenMaßnahmen im Falle einer Handlungsunfähigkeit ist die Vorsorgevollmacht mit Abstand das wichtigste Instrument. Rechtzeitig Vorsorge treffen Wichtig zu wissen Familienangehörige sind nicht automatisch vertretungsberechtigt. Um die betreuungsbedürftige Person rechtsverbindlich zu vertreten, benötigen auch Ehepartner, Kinder und Geschwister eine gültige Vollmacht oder müssen vom Gericht als Betreuungsperson bestellt sein.

9 Rechtzeitig vorsorgen Die Betreuungsverfügung Sollten Sie niemanden kennen, demSie eine Vollmacht erteilen können oder gute Gründe haben, eine gerichtliche Kontrolle vorzuziehen, ist die Betreuungsverfügung ein geeignetes Mittel. Damit können Sie Vorsorge im Fall einer Betreuungsbedürftigkeit treffen und bestimmen, wer als Betreuungsperson vomGericht bestimmt werden soll. Der Unterschied zur Vorsorgevollmacht liegt darin, dass die benannte Person in dem gerichtlichen Verfahren als Betreuungsperson bestimmt wird und somit in ihrer Handlungsweise der gerichtlichen Kontrolle unterliegt. Die Patientenverfügung Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Sie imVoraus festlegen, ob und wie Sie ärztlich behandelt werden wollen, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen selbst zu äußern. So können Sie Einfluss auf eine spätere ärztliche Behandlung nehmen und damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahren, auchwenn Sie zumZeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar und nicht mehr einwilligungsfähig sind. Niemand ist gesetzlich verpflichtet, eine Patientenverfügung zu haben. Bei Menschen, die keine Patientenverfügung haben, tritt automatisch das Gesetz in Kraft. Jeder Arzt wird dann versuchen, das Leben so lange wie möglich und mit allen möglichen Maßnahmen zu verlängern. Im Formularteil ab Seite 33 finden Sie alle wichtigen Formulare! Vorsorgevollmacht.................................................. Seite 33 Betreuungsverfügung............................................. Seite 37 Patientenverfügung................................................ Seite 39 Ergänzung COVID-19............................................. Seite 47 Bestattungsverfügung............................................ Seite 49 Checkliste Todesfall – was ist zu tun?. ............... Seite 53 Persönliche Daten.................................................... Seite 54 „Engel kann man nicht sehen aber man kann ihnen täglich begegnen“ Die Engel Intensiv ambulanter Pflegedienst Im Ebnet 2 · 78073 Bad Dürrheim Telefon 07726 6699545 info@die-engel-pflegedienst.de www.die-engel-pflegedienst.de Beratung & Betreuung Wir beraten unsere Patienten und deren Angehörige bei sozialen und pflegerischen Fragen und übernehmen für Sie die Verhandlungen mit den Kranken- und Pflegekassen. Kinderintensivp ege Unser spezielles Angebot ermöglicht es Eltern zusam- men mit Ihrem schwerkranken Kind im gewohnten Umfeld zu Hause zu leben. Auch Kindergarten- sowie Schulbesuche aber auch die Urlaubsbegleitung gehören zu unserem Angebot. Intensivp ege Erwachsene Eine Versorgung in den eigenen vier Wänden sorgt für eine erhöhte Lebensqualität trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung und entlastet Patienten und deren Angehörige.

10 Vorsorgevollmacht Die Vorsorgevollmacht In einer Vorsorgevollmacht können Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens benennen, die in Ihrem Sinne Entscheidungen treffen, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Grundsätzlich kann jeder, der volljährig und geschäftsfähig ist, einer Person seines Vertrauens eine Vollmacht zur Erledigung einzelner Rechtsgeschäfte (Spezialvollmacht) oder zur generellen Regelung aller Rechtsgeschäfte (Generalvollmacht) erteilen. Die bevollmächtigte Person, die das Original oder eine notariell beglaubigte Ausfertigung des Originals in Händen hält, ist damit sofort und jederzeit handlungsfähig. Was ist eine Vorsorgevollmacht Die Rechtspraxis hat den Begriff „Vorsorgevollmacht“ geprägt. Sie hat vorsorgenden Charakter und soll grundsätzlich erst verwendet werden, wenn der Vollmachtgeber seine rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen kann. Die Vorsorgevollmacht ist meist umfassend. Mit ihr soll nach Möglichkeit die Einrichtung einer Betreuung durch das Betreuungsgericht vermieden werden. Leitgedanke der Vorsorgevollmacht ist, dass sie möglichst nicht unter Druck eines Ernstfalles, sondern frühzeitig nach reiflicher Überlegung erteilt wird. Mit der nach außen – am besten ab sofort – gültigen Vorsorgevollmacht erhält die bevollmächtigte Person die Befugnis, den Vollmachtgeber in den benannten Aufgabenbereichen zu vertreten. Einzelheiten zur Umsetzung und Einschränkungen sollten in der nach außenwirksamen Vollmacht vermiedenwerden, da diese deren praktische Umsetzung erschweren. In einer separaten Vereinbarung zwischen Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer lässt sich im sogenannten Innenverhältnis festlegen, unter welchen Bedingungen der Bevollmächtigte tätigwerden darf. Hierbei handelt es sich quasi umeinen Vertrag zwischen Vollmachtgeber und demBevollmächtigten. Dieser kann auch detaillierte Anweisungen enthalten, was wie zu erledigen ist. Die bevollmächtigte Person bleibt grundsätzlich auch über den Tod des Vollmachtgebers hinaus handlungsfähig. Dennoch sollte dies in der Vorsorgevollmacht ausdrücklich festgelegt werden. Die einvernehmliche Abwicklung des Nachlasses kann dadurch erheblich erleichtert werden. Die bevollmächtigte Person handelt in diesem Fall für die Erben, bis diese die Vollmacht widerrufen. Wenn die Vollmacht mit dem Tode enden soll, muss auch dies in der Vollmacht festgelegt werden. Formulare für eine Vorsorgevollmacht finden Sie ab Seite 33.

11 Vorsorgevollmacht Was kann in der Vorsorgevollmacht geregelt werden? Welche Angelegenheiten die bevollmächtigte Person für Sie regeln soll, richtet sich nach Ihrem Willen und Ihrer konkreten Lebenssituation. Sie können eine umfassende Vollmacht erteilen, die neben der generellen Vertretung bei Rechtsgeschäften (Generalvollmacht) auch die Vertretung in persönlichen Angelegenheiten, wie der Aufenthaltsbestimmung oder der Gesundheitssorge (Personensorge) zulässt. Möglich ist aber auch, dass Sie die Vollmacht auf einzelne Rechtsgeschäfte beschränken, wie z.B. die Verwaltung Ihres Vermögens, die Vertretung gegenüber Behörden oder den Abschluss eines Heimvertrages. Haben Sie zusätzlich zur Vorsorgevollmacht auch eine Patientenverfügung verfasst, so ist die bevollmächtigte Person nach § 1901a BGB gehalten, Ihrem in der Patientenverfügung erklärten Willen Geltung zu verschaffen. Nach §§ 1904 und 1906 BGB kann eine Vollmacht auch für die Einwilligung, Nichteinwilligung oder den Widerruf der Einwilligung in risikoreiche Untersuchungen, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe wie z.B. Operationen und für die Bestimmung des Aufenthaltes erteilt werden. In der Vorsorgevollmacht können auch Fälle geregelt werden, in denen zum Schutz des Vollmachtgebers eine Unterbringung nötig ist, diemit einer Freiheitsentziehung verbunden ist. Dies kann die Unterbringung in einer geschlossenen Station sein oder sonstige freiheitsentziehendeMaßnahmenwie z.B. Bettgitter, Bettgurte oder eine medikamentöse Ruhigstellung nach § 1906 BGB. Ein Bevollmächtigter kann hier aber nur seine Einwilligung geben, wenn diese Maßnahmen ausdrücklich in der Vollmacht benannt sind. Alle Maßnahmen, die mit Freiheitsentziehung und Zwangsbehandlung verbunden sind, müssen vom Betreuungsgericht genehmigt werden. Die Form der Vorsorgevollmacht Eine besondere Form ist für die Vorsorgevollmacht nicht vorgeschrieben. Zum Nachweis und aus Gründen der Klarheit sollte die Vollmacht jedoch schriftlich abgefasst werden. Sie muss nicht zwingend vollständig handschriftlich verfasst sein, allerdings ist dabei die Gefahr einer Fälschung am geringsten. Außerdem kann man eventuellen späteren Zweifeln an der Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers eher begegnen, wenn der Text vollständig handschriftlich abgefasst ist. Dies ist jedoch eher unüblich. Meist wird ein Formular mit Ankreuzfeldern verwendet, das um die persönlichen Angaben ergänzt wird. Ein entsprechendes Formular zumAusfüllen finden Sie ab Seite 33 in dieser Vorsor�- gemappe. Auf keinen Fall dürfenOrt, Datum und die vollständige eigenhändige Unterschrift fehlen. Beurkundung und Beglaubigung Vielfach besteht die Annahme, dass eine Vorsorgevollmacht notariell beglaubigt oder beurkundet seinmuss. Dies ist allerdings nur in bestimmten Fällen zwingend erforderlich. Meistens dient die notarielle Beurkundung lediglich dazu, die Ernsthaftigkeit der Absichten in der Vollmacht zu unterstreichen und nachzuweisen. Die Unterschrift eines unbeteiligten Dritten, z.B. des Hausarztes erfüllt den gleichen Zweck. Tipp Wenn größeres Vermögen vorhanden ist, viele Bereiche geregelt oder mehrere Personen bevollmächtigt werden sollen, ist eine individuelle rechtliche Beratung mit Beurkundung der Vollmacht empfehlenswert. Hiermit kann zugleich eine höhere Akzeptanz gegenüber Banken, Behörden oder Gerichten erreicht werden. →

12 Vorsorgevollmacht Es gibt jedoch Fälle, in denen eine Beurkundung oder Beglaubigung der Vollmacht erforderlich ist. Damit die Vollmacht in Grundbuch- und Handelsregisterangelegenheiten genutzt werden kann (also beispielsweise, um für den Vollmachtgeber ein Grundstück veräußern zu können), bedarf die Unterschrift unter der Vollmachtsurkunde der öffentlichen Beglaubigung oder der notariellen Beurkundung. Auch Geldinstitute erkennen in der Regel nur Vollmachten auf bankeigenen Formularen oder notariell beurkundete Vollmachten an. Unter öffentlicher Beglaubigung verstehtman die amtliche Bestätigung eines Notars oder einer Behörde, z.B. der Betreuungsbehörde über die Tatsache, dass die Unterschrift unter der Vollmacht von der bestimmten Person stammt und der Unterzeichnende die Unterschrift persönlich vor dem Beglaubigenden vollzogen oder anerkannt hat. Bei der Beurkundung wird die Vollmacht, also ihr gesamter Inhalt von einemNotar errichtet. Der Notar prüft dabei sowohl die Identität wie auch die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers. Widerruf und Änderung Eine Vorsorgevollmacht können Sie jederzeit ändern oder widerrufen, vorausgesetzt Sie sindweiterhin voll geschäftsfähig. Kleine Änderungen können Sie direkt in die Originale einfügen oder unter den ursprünglichen Text schreiben. Damit der Zusammenhang mit der Vollmacht erkennbar bleibt, sollte die Ergänzung aber nicht auf einem neuen Blatt erfolgen. Stehen größere Änderungen an, widerrufen Sie am besten die alte Vollmacht und erstellen eine neue. Sofern Sie einen neuen Bevollmächtigten einsetzen, sollte der ursprüngliche Bevollmächtigte eine Kopie des Widerrufs erhalten. Aufbewahrung und Registrierung Der Aufbewahrung der Vollmacht kommt eine große Bedeutung zu, denn die bevollmächtigte Personmuss die Originalvollmacht vorlegen, um sie nutzen zu können. Was nützt eine Vollmacht, wenn sie imErnstfall nicht gefundenwird. Die bevollmächtigte Person sollte daher die Originalvollmacht erhalten, am besten gleichmehrere unterschriebene Ausfertigungen. Dies hat den Vorteil, dass sich die bevollmächtigte Person in einer akuten Situation sofort bei allen relevanten Stellen ausweisen kann und dringend anstehende Entscheidungen ohne Verzögerung treffen kann. Vorsorgeregister Es besteht dieMöglichkeit, Vollmachten – gegen eine einmalige Gebühr – in einem elektronischen Register der Bundesnotarkammer erfassen zu lassen. Dabei handelt es sich um eine reine Datenbank, in der festgehalten wird, wer wem eine Vorsorgevollmacht für welche Lebensbereiche erteilt hat. Die Vollmacht selbst und deren Inhalte werden nicht erfasst. Die Betreuungsgerichte können jederzeit über das Internet auf diese Datenbank zugreifen. Steht eine Entscheidung an, kann so schnell festgestellt werden, ob die betroffene Person eine Vertrauensperson benannt hat und aus diesem Grund auf eine gerichtliche Betreuung verzichtet werden kann. Die Registrierung im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer ist online oder postalisch möglich. Bundesnotarkammer - Zentrales Vorsorgeregister - Postfach 08 01 51 10001 Berlin Tel. 0800 3550500 (gebührenfrei) info@vorsorgeregister.de www.vorsorgeregister.de

13 Hornstein&Werner Immobilien GmbH Ihr zuverlässiger Partner beim Immobilienverkauf! Vertrauen Sie auf unsere über 50 Jahre lange Erfahrung und überzeugen Sie sich von unserer Fachkenntnis und Kompetenz rund um Wohn- und Gewerbeimmobilien 78050 VS-Villingen - Niedere Str. 21 Tel. 07721 878660 www.hornstein-werner-immobilien.de info@hornstein-werner-immobilien.de Beate Rodgers  07724 94 97 87 Sommerauerstraße 8 78112 St. Georgen Hausnotruf Häusliche Alten- und Krankenpflege Hauswirtschaftliche Hilfe Pflegeberatung, Pflegeschulung in Königsfeld und Umgebung Beg l e i ten Unterstüt zen Ent l asten Beraten Am Ende zählt der Mensch Wir begleiten undunterstützen schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige in der letzten Lebensphase. Hospizbewegung ambulant Schwarzwald-Baar e.V. Kanzleigasse 30 I 78050 Villingen-Schwenningen I  07721-40 87 35 info@hospiz-sbk-ambulant.de I www.hospiz-sbk-ambulant.de WO? • zuhause • im P egeheim • im Krankenhaus WIE? durch ... • einfühlsame Zuwendung • Zeit zum Dasein und Zuhören • Beratung in der letzten Lebensphase

14 Betreuungsverfügung Die Betreuungsverfügung Sie kennen niemanden, dem Sie eine Vollmacht erteilen wollen oder Sie möchten auf eine gerichtliche Kontrolle über Ihre zu regelnden Angelegenheiten nicht verzichten? Dann ist die Betreuungsverfügung ein geeignetes Mittel für Ihre selbstbestimmte Vorsorge. In einer Betreuungsverfügung können Sie festlegen, wie Sie betreut werden möchten, falls das Gericht eine Betreuung für notwendig erachten sollte. Sie können z.B. festlegen, wer Ihre Betreuungsperson sein soll und wer auf keinen Fall. Darüber hinaus können Sie Vorgaben für die Betreuungsperson festlegen, was wie geregelt werden soll. Außerdem können Sie festhalten, welche Wünsche und Gewohnheiten von Ihrer Betreuungsperson respektiert werden sollen. Dies kann z.B. beinhalten, ob Sie imPflegefall zu Hause oder in einemPflegeheim versorgt werden möchten oder welches Pflegeheim Sie bevorzugen. Diese Wünsche sind für das Gericht und die Betreuungsperson grundsätzlich verbindlich, außer siewürden IhremWohl zuwiderlaufen, Sie haben einen Wunsch erkennbar aufgegeben oder die Erfüllung eines Wunsches kann der Betreuungsperson nicht zugemutet werden. Eine Betreuungsverfügung kann mit einer wirksamen Vorsorgevollmacht verbunden werden. Dies ist z.B. für den Fall empfehlenswert, dass die Vollmacht eine bestimmte Geschäftsbesorgung nicht abdecken sollte oder Zweifel an der Wirksamkeit der Vollmacht bestehen sollten. Sie können deshalb auch verfügen, dass die von Ihnen bevollmächtigte Person für Ihre Betreuung ausgewählt werden soll, wenn trotz der Vollmacht eine Betreuerbestellung notwendig werden sollte. Form und Aufbewahrung Für eine Betreuungsverfügung gibt es keine formalen Vorschriften. Es empfiehlt sich aber, sie schriftlich abzufassen und zu unterschreiben, damit kein Zweifel an der Echtheit entsteht. ImUnterschied zur Vorsorgevollmacht kann eine Betreuungsverfügung auch dann noch errichtet werden, wennman nicht mehr voll geschäftsfähig ist. Allerdings muss man in der Lage sein, die Tragweite der Entscheidungen zu erfassen. Eine Betreuungsverfügungmuss imBedarfsfall verfügbar sein, damit sie demBetreuungsgericht zugeleitet werden kann. Sie können die Betreuungsverfügung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (siehe auch Seite 12) registrieren lassen. Das Original bewahren Sie am besten in Ihrem Notfallordner an einem sicheren Ort auf. Info Wenn Sie staatliche Kontrolle ausdrücklich wünschen, können Sie in Erwägung ziehen, ob Sie auf die Vorsorgevollmacht verzichten und nur eine Betreuungsverfügung errichten. Formulare für eine Betreuungsverfügung finden Sie ab Seite 37.

15 Im „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“ des Schwarzwald- Baar Klinikums werden alle Ersatzoperationen von Hüft- und Knie- gelenk vorgenommen. Die erfolgreiche Zertifizierung bescheinigt den höchsten Standard in der Behandlungsqualität. Qualität und Sicherheit bei Knie- und Hüftgelenksersatz > Routiniertes Expertenteam: rund 850 Knie- und Hüftendo- prothesen pro Jahr > Minimalinvasive Operationen bei der Hüftgelenksendoprothetik (AMIS-Methode): schonender Eingriff und schnellere Rehabilitation > Auch ambulante Operationen sind möglich Schwarzwald-Baar Klinikum EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung Sonnhaldenstraße 2 78166 Donaueschingen EndoProthetikZentrum DER MAXIMALVERSORGUNG Prof. Dr. med. Guido Wanner Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. med. Ladislav Plesak Leiter des Endoprothetik-Zentrums Endoprothetik-Sprechstunde Mittwoch: 08.00–11.30 Uhr Telefon: 0771 88-5331 oder -5332 Telefax: 0771 88-952309 E-Mail: ort@sbk-vs.de Internet: www.sbk-vs.de ORTHOPÄDIE 2020 TOP DEUTSCHLANDS GRÖSSTER KRANKENHAUS- VERGLEICH NATIONALES KRANKENHAUS FOCUS–GESUNDHEIT 08 | 2019 Alles auf einen Blick zu den Themen Pflege, Versorgung und Wohnen gibt es in der Broschüre „Alterszeit“ des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Pflegestützpunkt hat darin Unterstützungsangebote, Pflegedienstleister und Anlaufstellen im Schwarzwald-Baar-Kreis zusammengetragen. Dadurch erhalten Interessierte u.a. Antworten auf wichtige Fragen, wie zum Beispiel:Wo finde ich die nächste Tagespflege? Welche Leistungen gibt es von der Pflegekasse? Für was benötige ich eine Vorsorgevollmacht? Mit welchen Voraussetzungen erhalte ich einen Pflegegrad?Wie finde ich das passende Hilfsmittel? Rückblickend auf 10 Jahre erfolgreiche Beratungstätigkeit des Pflegestützpunktes Schwarzwald-Baar-Kreis stellt der Pflegestützpunkt seine bisherige Arbeit vor. Weitere Themen der aktuellen Ausgabe sind die Vorstellung der Beratungsstelle Alter & Technik mit dem Schwerpunkt Notrufsysteme sowie der neuen Behindertenbeauftragen des Kreises mit wichtigen Informationen zum Thema Behinderung. Wie wichtig das Berufsfeld Pflege ist, wird durch einen Artikel über die Helden der Pflege in der Corona-Krise verdeutlicht. Die Broschüre ist kostenlos im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, bei den Pflegestützpunkt-Standorten Villingen-Schwenningen und Donaueschingen, bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, bei Hausärzten sowie Apotheken erhältlich. Wichtige Infos zum Thema Pflege – Broschüre „Alterszeit“ informiert

16 Patientenverfügung Die Patientenverfügung Die Patientenverfügung legt fest, welche medizinischen und pflegerischenMaßnahmen nach IhremWillen getroffen oder auch nicht getroffen werden sollen, wenn Sie in eine Situation geraten, in der Sie Ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. VieleMenschenmöchten Vorsorge auch für den Fall treffen, dass sie nicht mehr selbst über ärztliche Behandlungsmaßnahmen oder auch deren Abbruch entscheiden können. Sie möchten, unabhängig von Art und Stadium ihrer Erkrankung, selbst über ihr Leben bestimmen, auchwenn sie nicht mehr entscheidungsfähig sind und bringen ihren Willen deshalb vorab in einer Patientenverfügung zum Ausdruck. Patientenverfügungen haben sich in der Praxis seit vielen Jahren bewährt und haben in der Rechtsprechung Anerkennung gefunden. Seit dem 1.9.2009 sind sie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) auch gesetzlich geregelt. Dort ist in § 1901a Abs. 1 beschrieben, wie eine Patientenverfügung aussehen muss, damit sie verbindlich gültig ist. Eine Patientenverfügung muss: → Von einer einwilligungsfähigen volljährigen Person verfasst worden sein, → in schriftlicher Form vorliegen und → eine Entscheidung über die Einwilligung oder Nichteinwilligung in eine bestimmte, noch nicht unmittelbar bevorstehende ärztliche Maßnahme enthalten. Wozu dient eine Patientenverfügung? Solange Sie als Patient einwilligungsfähig sind, entscheiden Sie selbst nach Aufklärung und Beratung durch den Arzt über alle Sie betreffenden ärztlichen Maßnahmen. Ohne Ihre Zustimmung darf ein Arzt – abgesehen von Notfällen – Maßnahmen, wie zum Beispiel Operationen oder bestimmte Untersuchungen, nicht durchführen. Mit einer Patientenverfügung treffen Sie Vorsorge für den Fall, dass Sie nicht mehr entscheidungsfähig sind oder sich selbst nicht mehr äußern können. Sie legen damit im Voraus fest, welchen ärztlichenMaßnahmen Sie in bestimmten Situationen zustimmen, beziehungsweise welche Sie ablehnen. Auf diese Weise nehmen Sie trotz späterer Entscheidungsunfähigkeit Einfluss auf die ärztliche Behandlung und können damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen. Die Patientenverfügung richtet sich an die behandelnde Ärzteschaft und an Ihren Bevollmächtigten bzw. Ihre Betreuungsperson. Medizinische Maßnahmen sollen Formulare für eine Patientenverfügung finden Sie ab Seite 39. →

17 Dr. med. Eckhard Britsch Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Palliativmedizin Bürkstraße 87 · 78054 Villingen-Schwenningen Tel. 07720 33365 · Fax 07720 33123 E-Mail: praxis.ebritsch@t-online.de • Hausärztliche Versorgung • Vorsorgeuntersuchungen (Check up; Hautkrebsscrenning, Krebsvorsorge Mann) • Impfberatung • Wohnraumberatung • EKG, einschl. Belastungs-EKG • Spirometrie • Sonographie • Wundversorgung • DMP Diabetes Typ II • DMP KHK • DMP Asthma + COPD Sprechzeiten: Mo. – Do. 7:30 – 10:00 Uhr Fr. 7:30 – 11:00 Uhr Mo., Di., Do. 13:30 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung www.hausarzt-schwenningen.de Ihr Ansprechpartner rund um die Altenhilfe Evangelische Altenhilfe St. Georgen gGmbH August-Springer-Weg 20 I 78112 St. Georgen Tel.: (07724) 9427-0 I Fax: (07724) 9427-49 I www.auszeit-fewos.de info@altenhilfe-st-georgen.de www.altenhilfe-st-georgen.de Ambulanter Pflegedienst Sozialstation St. Georgen, Königsfeld, Unterkirnach, Tennenbronn: häusliche Pflege Essen auf Rädern Nachbarschaftshilfe Betreutes Wohnen Stationäre Pflegeeinrichtungen Lorenzhaus, Elisabethhaus und Belle Flair: stationäre Pflege Kurzzeitpflege Betreuungsangebote offener Mittagstisch Tagespflege St. Georgen: Fahrdienst Essensversorgung Tagesprogramm Ausflüge Ihr Ansprechpartner für: Ausbildung Studium FSJ / Bufdi Praktika AusZeit: Urlaub für pflegende Angehörige & Die Evangelische Altenhilfe St. Georgen gGmbH bietet Ihnen das gesamte Dienstleistungsspektrum der ambulanten, stationären und teilstationären Altenpflege und Seniorenbetreuung an. Hierfür stehen uns zwei stationäre Pflegeheime mit insgesamt 138 Plätzen in St. Georgen zur Verfügung, die nicht nur qualitativ hochwertig sind, sondern auch den heutigen Anforderungen voll gerecht werden. Im Elisabethhaus wurde für die teilstationäre Pflege eine modern ausgestattete Tagespflege integriert. In Schönwald eröffnet im November 2020 ein neues Pflegeheim in Schönwald.

18 Patientenverfügung anhand des in Ihrer Patientenverfügung niedergelegten Willens durchgeführt werden. Haben Sie keine Patientenverfügung verfasst oder erfasst die Patientenverfügung nicht den aktuell zu entscheidenden Sachverhalt, hat es ein Betreuer oder Bevollmächtigter schwer. Er muss dann Ihren mutmaßlichen Willen feststellen. Der Betreuer oder Bevollmächtigte muss ermitteln, wie Sie sich in der Situation entscheiden würden, wenn Sie Ihren Willen noch selbst kundtun könnten. Dies kann sehr schwierig sein, wenn Sie in der Vergangenheit niemals schriftlich oder auch nur mündlich, z.B. gegenüber Angehörigen, Ihre Vorstellungen für einemedizinische Behandlung, insbesondere in der letzten Lebensphase, geäußert haben. Verlieren Sie Ihre Entscheidungsfähigkeit, kann mit Hilfe der Patientenverfügung Ihr Wille hinsichtlich einer in Betracht kommenden ärztlichen Maßnahme festgestellt bzw. darauf geschlossen und in Ihrem Sinne gehandelt werden. Welche Form muss eine Patientenverfügung haben? Eine Patientenverfügung muss grundsätzlich schriftlich abgefasst und eigenhändig unterschrieben sein. Wegen der zum Teil weitreichenden Folgen, der in einer Patientenverfügung getroffenen Festlegungen für Gesundheit und Leben, hat der Gesetzgeber die Schriftform für erforderlich gehalten. Dies dient auch demZiel, die Betroffenen vor übereilten oder unüberlegten Festlegungen zu schützen. Mit einer schriftlichen Verfügung ist Ihr Wille auch leichter nachweisbar und bietet eine bessere Gewähr dafür, dass er auch beachtet wird. Die Beurkundung oder Beglaubigung durch ein Notariat ist möglich, jedoch nicht erforderlich. Sie können Ihre Patientenverfügung jederzeit formlos, also auchmündlich, widerrufen. Hierfür ist die Schriftform nicht erforderlich. Wenn Sie Ihre Patientenverfügung widerrufen, sollten Sie die „alte“ Verfügung vernichten und Ihre Betreuungsperson oder Bevollmächtigten darüber informieren. Muss die Patientenverfügung beachtet werden? In einer schriftlichen Patientenverfügung niedergelegte Festlegungen für ärztliche Maßnahmen sind verbindlich, wenn daraus der Wille des Patienten für eine konkrete Behandlungssituation eindeutig und sicher festgestellt werden kann. Der behandelnde Arzt und der Bevollmächtigtemüssen eine solche Patientenverfügung beachten. In einer Notfallsituation ist allerdings unverzügliches ärztliches Handeln geboten. Dem herbeigerufenen Notarzt – der häufig nicht Ihr behandelnder Arzt ist – verbleibt meist keine Zeit, nach einer Patientenverfügung zu fragen oder diese zu prüfen. Eine Patientenverfügung ist umso hilfreicher für Ärzte und Angehörige, je konkreter und krankheitsbezogener sie formuliert wird. Deshalb ist es empfehlenswert, eine einmal niedergelegte Patientenverfügung regelmäßig zu überprüfen und denWillen ggf. durch erneute Unterschrift zu bestätigen. Rechtlich vorgeschrieben ist eine solche Aktualisierung jedoch nicht. So kann man aber auch im eigenen Interesse überprüfen, ob die einmal festgelegten Behandlungswünsche noch gelten sollen oder vielleicht abgeändert werdenmüssen. Besteht zwischen Behandlungsteamund bevollmächtigter Person Uneinigkeit, ob eine Behandlungsmaßnahme IhremWillen entspricht oder nicht, bedarf es einer Genehmigung des Betreuungsgerichts. Wer setzt meinen Willen durch? Eine Patientenverfügung dokumentiert Ihren Willen, wenn Sie selbst nicht in der Lage sind, über bestimmte ärztliche Maßnahmen zu entscheiden. Jedoch sollte sichergestellt sein, dass dieser Wille im Zweifel auch von

19 Patientenverfügung jemandem zur Geltung gebracht werden kann, der Sie – als Bevollmächtigter – rechtlich vertreten darf. Deshalb empfiehlt es sich, die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht oder zumindest mit einer Betreuungsverfügung zu kombinieren. Wenn Sie niemandem eine Vollmacht erteilt haben, wird bei Bedarf das Betreuungsgericht für Sie einen Betreuer mit dem Aufgabenkreis der Gesundheitsfürsorge bestellen. Auch dieser ist gehalten, bei den für Sie zu treffenden Entscheidungen IhrenWillen zu beachten, wie er sich aus der Patientenverfügung ergibt. Was Sie noch über die Patientenverfügung wissen sollten! Die Entscheidung, ob Sie eine Patientenverfügung verfassen oder nicht, steht Ihnen völlig frei. Es besteht keinerlei Verpflichtung, eine solche Verfügung zu erstellen (§ 1901a Abs. 5 BGB). Die Errichtung oder Vorlage einer Patientenverfügung darf deshalb auch nicht zur Bedingung eines Vertragsabschlusses gemacht werden. Wenn Sie etwa in eine Altenwohnanlage ziehen möchten, darf der Träger nicht von Ihnen verlangen, eine Patientenverfügung zu verfassen oder vorzulegen. Wie sollte die Patientenverfügung formuliert sein? Für die Abfassung einer Patientenverfügung gibt es keine Vorgaben für bestimmte Formulierungen. Auch die Hinweise und das Formular für eine Patientenverfügung in dieser Broschüre sollen lediglich Anhaltspunkte dafür liefern, wie Sie Ihren Willen und Ihre Wertvorstellungen so formulieren können, dass die Ärzteschaft und die Betreuungsperson bzw. Ihr Bevollmächtigter in die Lage versetzt werden, Entscheidungen in Ihrem Sinne zu treffen. Bei der Abfassung einer Patientenverfügung sollten Sie sich aber an den folgenden Hinweisen orientieren: → Es kann hilfreich für das Verstehen Ihres Willens sein, wenn Sie Ihre Grundeinstellungen zu Fragen von Leben und Sterben darlegen. → Vermeiden Sie unscharfe Formulierungen wie z.B. „Ich will keine Apparatemedizin“. → Bemühen Sie sich, in eigenen Worten Ihre Wünsche und Vorstellungen zu formulieren, z.B. eine bereits bestehende Krankheit zu benennen und in Betracht kommende ärztliche Maßnahmen aufzuführen oder auszuschließen. → Die Bundesärztekammer rät, bei bereits bestehenden Erkrankungen mit absehbaren Folgen Ihren Hausarzt zu Rate zu ziehen, bevor Sie Ihre Patientenverfügung schriftlich niederlegen oder ändern. Er wird Ihnen helfen, Ihre Wünsche möglichst konkret zu formulieren. Der Arzt sollte in jedem Fall zur Beratung aufgesucht werden! → Formulieren Sie positive Wünsche an die medizinische Behandlung und Pflege, so z.B. Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen durch palliativmedizinische Maßnahmen oder Wünsche in Bezug auf die Sterbebegleitung. → Sollten Sie neben der Patientenverfügung auch eine Organspendeerklärung abgegeben haben, empfiehlt die Bundesärztekammer, mögliche Konflikte, die sich aus dem Verhältnis zwischen vorsorglichen Willenserklärungen und Organspendeerklärungen ergeben können, durch entsprechende Formulierungen in der Patientenverfügung zu vermeiden. Meine Patientenverfügung

20 Rechtliche Betreuung Wenn ein erwachsener Mensch durch eine andere Person in Angelegenheiten vertreten wird, die er selbst nicht regeln kann, spricht man von einer „rechtlichen Betreuung“. Die rechtliche Betreuung ersetzte im Jahr 1992, die bis dahin geltende Vormundschaft und Gebrechlichkeitspflegschaft. Seitdem wird mehr Wert auf die Selbstbestimmtheit der betreuten Person gelegt. Dennoch hat sich die Vorstellung einer „Entmündigung“, wie es früher hieß, in den Köpfen gehalten und ist nach wie vor mit großen Ängsten besetzt: Pflegebedürftige haben Angst, ihre Rechte und ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Rechtliche Betreuung – was ist das? Erwachsene jeden Alters können durch einen Unfall, durch Krankheit oder Behinderung in die Lage geraten, ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Hat die betroffene Person keine Vorsorgevollmacht erstellt, ordnet dann das Gericht eine rechtliche Betreuung an. Angehörige befürchten übergangen und ihrerseits bevormundet zu werden. Vielfach fehlt es an Wissen. Die gesetzlichen Regelungen Nach § 1896 BGBmuss volljährigen Personen, die auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen können, eine Unterstützung zur Seite gestellt werden. Die Entscheidung, ob eine Betreuung eingerichtet wird, trifft das zuständige Gericht. Betreuungsantrag / Betreuungsanregung durch Dritte Betreuungsgericht Betreuungsgerichtlicher Beschluss Persönliche Anhörung Ärztliches Gutachten Sozialbericht Betreuungsbehörde Eventuell Verfahrenspflegschaft Das Betreuungsverfahren im Überblick

21 Rechtliche Betreuung Wer kann eine Betreuung beantragen? Falls Sie gesundheitlich oder bedingt durch eine körperliche Behinderung nicht mehr in der Lage sind, Ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu organisieren oder die entsprechende Tätigkeit Ihres Bevollmächtigten zu überwachen, können Sie für sich eine rechtliche Betreuung beantragen. Hierzu müssen Sie lediglich volljährig sein. Andere Personen (z.B. volljährige Familienangehörige, Freunde, Bekannte) können die Einrichtung einer Betreuung lediglich anregen. Der Antrag bzw. die Anregung kann formlos schriftlich oder mündlich bei der Geschäftsstelle der zuständigen Betreuungsabteilung des Amtsgerichts in dessen Bezirk der gewöhnliche Aufenthalt der betroffenen Person liegt, erfolgen. Verfahrensablauf Nachdem beim Betreuungsgericht eine Betreuung beantragt bzw. angeregt wurde, wird zu Beginn des Verfahrens ein ärztliches Gutachten eingeholt (§ 280 FamFG) und die Betreuungsbehörde angehört. Die Betreuungsbehörde ist eine Abteilung der Stadt bzw. des Landkreises, die das Gericht bei der Klärung der Frage, ob und in welchemUmfang eine Betreuung erforderlich ist undwer ggf. als Betreuungsperson in Betracht kommt, unterstützt. Das Gericht muss vor seiner Entscheidung die betroffene Person – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – persönlich anhören und sich einen eigenen Eindruck von ihr verschaffen. Wenn das Gericht die Voraussetzungen für die Anordnung einer Betreuung aufgrund des durchgeführten Verfahrens und der Aussagen in dem Gutachten für gegeben erachtet, dann erlässt es einen Beschluss. In diesem Beschluss wird die Betreuung angeordnet und gleichzeitig die Betreuungsperson bestimmt. Außerdem werden die einzelnen Aufgabenkreise angeordnet. Die Betreuungsperson darf nur innerhalb dieser Aufgabenkreise tätig werden. Die typischen Aufgabenkreise sind: → Vermögenssorge, → Aufenthaltsbestimmung, → Wohnungsangelegenheiten, → Gesundheitsfürsorge, → Annahme und Öffnen der Post. Die Betreuung soll demWohl der zu betreuenden Person dienen. Sie soll befähigt werden, das Leben nach den eigenen Wünschen und Fähigkeiten selbst zu gestalten. Deshalb soll die Betreuung auf der Basis der individuellen Wünsche und Bedürfnisse der zu betreuenden Person erfolgen. Die Malteser in Ihrer Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind auch mit diesen Diensten für Sie da: Malteser Hilfsdienst e.V./gGmbH  Lantwattenstr. 4/2, 78050 Villingen-Schwenningen  07721 9170-0 //  info@malteser-sbh.de  malteser-sbh.de • Sozialpflegerische Ausbildung • Behindertenfahrdienst • Betreutes Wohnen • Menüservice • Mobiler Einkaufswagen • Besuchsdienst mit Hund • Café Malta für Menschen mit Demenz Schnelle Hilfe auf Knopfdruck Malteser Hausnotruf Jetzt unverbindlich anrufen und mehr über den Malteser Hausnotruf erfahren:  0221 12606 -2002 www.malteser-hausnotruf.de

22 Adressen Amtsgericht Donaueschingen Betreuungsgericht Mühlenstr. 5, 78166 Donaueschingen Tel. 0771 8505-32 und 8505-22 poststelle@agdonaueschingen.justiz.bwl.de Zuständig für die Wohnorte: → Bad Dürrheim → Brigachtal → Dauchingen → Königsfeld → Mönchweiler → Mühlhausen → Niedereschach → St. Georgen → Schönwald → Schonach → Triberg → Unterkirnach → Herzogenweiler → Marbach → Obereschach → Pfaffenweiler → Rietheim → Schwenningen → Tannheim → Tuningen → Villingen → Weigheim → Weilersbach → Blumberg → Bräunlingen → Donaueschingen → Hüfingen → Furtwangen → Gütenbach → Vöhrenbach Die Betreuungsbehörde Aufgabe der Betreuungsbehörde ist es, imRahmen eines laufenden betreuungsgerichtlichen Verfahrens (siehe Seite 20) u.a. eine geeignete Betreuungsperson (z.B. Familienangehöriger, ggf. externe Person) zu finden sowie den notwendigen Umfang der rechtlichen Betreuung zu ermitteln. Dabei ist den Persönlichkeitsrechten und dem Wohl des Betroffenen Geltung zu verschaffen. Während des laufenden betreuungsgerichtlichen Verfahrens arbeitet die Betreuungsbehörde engmit demzuständigen Betreuungsgericht zusammen. Eine weitere Aufgabe der Betreuungsbehörde ist es, über Vorsorgevollmachten sowie weitere betreuungsrechtliche Verfügungen zu informieren. Die örtliche Betreuungsbehörde nimmt Beurkundungen von Vorsorgevollmachten vor. Schwarzwald-Baar-Kreis Versorgungsamt – Betreuungsbehörde Postanschrift: Postfach 7 80 07 78045 Villingen-Schwenningen Besucheranschrift: Voltastr. 3, 78050 Villingen-Schwenningen Tel. 07721 913-7305 | Fax 07721 913-8691 betreuungsbehoerde@lrasbk.de www.lrasbk.de Betreuungsbehörde, Betreuungsgericht und Betreuungsvereine Betreuungsgerichte Das Betreuungsgericht entscheidet über die Einrichtung, den Umfang und die Aufhebung einer Betreuung und eines Einwilligungsvorbehaltes sowie über die Auswahl und Bestellung des Betreuers. Während einer Betreuung sind zahlreiche Rechtshandlungen des Betreuers durch das Gericht zu genehmigen. Das Gericht berät und beaufsichtigt den Betreuer.Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind die nachfolgend aufgeführten Betreuungsgerichte zuständig. Amtsgericht Villingen-Schwenningen Betreuungsgericht Schwenninger Str. 2, 78048 Villingen-Schwenningen Tel. 07721 203-540 poststelle@agvillingen-schwenningen.justiz.bwl.de Zuständig für die Wohnorte:

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